Trotz des durchwachsenen und herbstlich anmutenden Wetters lassen es sich gleich vier Schwalbenschwanz-Raupen (Papilio machaon) auf unserem Fenchel sichtlich gut gehen. Seit Tagen beobachten wir, wie die vier Gäste immer dicker und länger werden. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis die Vier sich verpuppen. In diesem Stadium überwintern die Puppen der 2. Generation ("Herbstgeneration") und kommen erst im Frühjahr, mehr wärmeren Temperaturen als wunderschöner Schmetterling zum Vorschein. Mehr zum Zyklus kann man hier oder hier erfahren.

Raupe des Schwalbenschwanzes - Bild 1 Raupe des Schwalbenschwanzes - Bild

Aktualisiert (Montag, den 01. September 2014 um 12:35 Uhr)

 

Als "Hundstage" werden umgangssprachlich in Europa die heißen Tage im Sommer, in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August, bezeichnet, wobei hier das Sternbild Großer Hund (Canis Major) namensgebend ist. Von heißen Tagen ist aber momentan wenig zu spüren - "Kalter Hund" würde aus diesem Grund dieses Jahr schon besser passen. Was uns das aktuelle Temperaturgefüge beschert, das hat mit Hochsommer nichts mehr zu tun. Eher herbstlich mutet das aktuelle Wetter an. Noch vor 2 Jahren zeigte das Thermometer genau 20 Grad mehr an (weiß wetter.info zu berichten). So konnten wir am 20. August 2012 in Dresden 39,8 Grad verzeichnen. Wahnsinn. Wo die Sonne aktuell scheint, erreichen wir gerade mal 20°C. Daran wird sich auch in den nächsten Tage wenig ändern. Für den 25. August werden 15°C und für den 26. August gerade mal 13°C prognostiziert. In den Nächten sacken die Temperaturen auf unter 10 Grad ab. Brrrrrr. An diese "Kälte" muss sich das aus der Toskana mitgebrachte Olivenbäumchen (var. Leccino) erst einmal gewöhnen. Dieses etwas mickrig wirkende Exemplar wurde für 5,- Euro, neben ein paar Flaschen Bio-Olivenöl und Chianti, von einem Weinhändler in der Nähe von Lari (Podere Spazzavento) erstanden und soll nun den deutschen Winter überstehen und ertsmal "aufgepeppelt" werden.

PS: 25. August 6 Uhr morgens: 6°C

Aktualisiert (Montag, den 25. August 2014 um 10:58 Uhr)

 

Reichlich fünf Wochen nach der "Behandlung" unserer Baummagnolie mit WALDLEBEN kann man feststellen, dass alle Leitäste vertrocknet und abgestorben sind. Nur die "Kratzprobe" am Stamm bringt noch ein (intaktes?) grünes Kambium zutage, wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass dies auch nur noch eine Frage der Zeit ist, bis dieser komplett tot ist. Das Hauptproblem unserer Baummagnolie scheint im Wurzelbereich zu liegen. Vermutlich ist der Wurzelballen durch langanhaltende Nässe verfault, sodass der Baum einfach nicht mehr richtig mit Nährstoffen versorgt werden kann. Die eigentliche Ursache liegt scheinbar auch schon länger zurück, denn bereits letztes Jahr im Sommer, nach den langanhaltenden Regenfällen im Juni 2013, reagierte der Baum mit "Kümmerwuchs". Sofern ich in den nächsten Tagen oder Wochen den Baum rode, werde ich wohl feststellen müssen, dass der Boden nass, lehmig und verdichtet ist - das ganze Gegenteil von optimalen Bodenverhältnissen, denn Kobushi-Magnolien vertragen keine Staunässe. Da dies schon das zweite Exemplar ist, welches unter diesen Standortbedingungen nicht überlebte, wird dieser Baum früher oder später vielleicht durch ein "Kugelbaum" (Catalpa bignonioides 'Nana', Platanus x hispanica, Liquidamber 'Gumball' ) ersetzt werden.

Der Anfang vom Ende - Bild 1 Der Anfang vom Ende - Bild 2 Der Anfang vom Ende - Bild 3

Aktualisiert (Mittwoch, den 30. Juli 2014 um 06:58 Uhr)

 

eine Baummagnolie. Diese wurde mittlerweile gerodet, nachdem sich herausstellte, dass sie nicht mehr zu retten ist. Stattdessen steht nun ein kleiner Maulbeerbaum an gleicher Stelle, in der Hoffnung, dass die schwarze Maulbeere (Morus nigra) besser mit den örtlichen Gegebenheiten zurechtkommt.

Es war einmal eine Magnolie Morus nigra

Aktualisiert (Donnerstag, den 31. Juli 2014 um 12:43 Uhr)

 

Mit diesen Tageshöchstwerten wurden wir am Pfingstwochenende verwöhnt. Wobei man sagen muss, dass man diese Temperaturen eigentlich nur im Freibad in einem schattigen Plätzchen ertragen konnte. Entsprechend hitze- und trockenheitsgestresst reagieren nun einige Planzen. Während die ausgepflanzten mediterranen Gäste mit der Wärme und der intensiven Sonneneinstrahlung hervorragend zurechtkommen, müssen einige Exemplare in den Töpfen und Pflanzgefäßen sogar zweimal am Tag ordentlich gewässert werden. Besonders die beiden Wollmispel-Exemplare lassen ganz schnell die Blätter hängen, weil vemutlich die Töpfe nicht groß genug sind. Sorgen ganz anderer Art macht uns aber eher unser Magnolienbaum. Hat er seit seiner Pflanzung im Frühjahr 2008 jedes Jahr ordentlich zugelegt, konnte man schon letztes Jahr kaum einen Zuwachs verzeichnen. Die Blätter blieben auffallend klein und die ersten kleinen Zweige vertrockneten und verkümmerten. Auch dieses Jahr scheint der Baum zu kümmern. Vermutlich hängt diese alles mit den Bodenverhältnissen zusammen, denn trotz großzügig ausgehobenem Pflanzloch, welches nachträglich mit guter Pflanzerde aufgefüllt wurde, ist der Boden ringsum eher lehmig und teilweise stark verdichtet. Oder aber der Baum steht aufgrund des starken Lehmgehalts zu feucht und ist quasi "abgesoffen". Magnolien lieben eher saures, leicht feuchtes und durchlässiges Substrat, sodass als erste Maßnahme die Baumscheibe mit Rhododendronerde verbessert wurde. Ein Austausch oder Graben im Bereich der Baumscheibe verbietet sich, da Magnolien aufgrund ihrer Flachwurzeln sehr empfindlich auf Arbeiten im Wurzelbereich reagieren. Generell dürfte ein Düngergabe jetzt eher kontraproduktiv sein, da das Wurzelwerk momentan wohl gar nicht in der Lage ist, die Mineralien aufzunehmen. Als zweite wichtige Maßnahme wurde dem Baum ein organisches "Stärkungsmittel" namens Waldleben verabreicht. Wie man hier nachlesen kann, ist dies zwar kein Wunder- und Allheilmittel, aber die Aussichten sind wohl vielversprechend, dass sich das biologische Gleichgewicht im Boden dadurch wieder herstellt. Erst in der nächsten Hauptwachstumsperiode, nächstes Frühjahr, wird sich zeigen, ob die Behandlung von Erfolg gekröhnt war oder der Baum über kurz oder lang ganz eingeht.

PS: Zwei Wochen nach der Behandlung befinden sich kaum noch Blätter an unserer "Mimose". Ob der Baum etwas übel nimmt? Bescheidene Aussichten auf Besserung, wenn nicht bald ein Austrieb erfolgt. Auch das Wetter darf man ruhig als "bescheiden" bezeichnen. Mit Höchsttemperaturen von 16°C ist es für diese Jahreszeit einfach zu kalt. Angeblich hat sich die "Schafskälte" verspätet. Morgen, am kalendarischen Sommeranfang, sieht es nicht viel besser aus. 17°C, mehr sind nicht drin. Auch die kommende Woche wird unterkühlt und wechselhaft. Von Sommer weit und breit keine Spur.

2. PS: Drei Wochen nach der Behandlung: der Baum stößt auch noch die restlichen grünen Blätter ab. Kleine und noch grüne Knospen beginnen abzusterben bzw. einzutrocknen. Ich bin fassungslos.

Magnolie - Kurz nach der Behandlung Magnolie - 1 Woche nach der Behandlung Magnolie - 2 Wochen nach der Behandlung

Aktualisiert (Mittwoch, den 02. Juli 2014 um 07:05 Uhr)