Zylinderputzer - Von Vögeln bestäubt, durch Feuer ausgebreitet

Die Zylinderputzer (Gattung Callistemon, Familie Myrthengewächse) sind in Australien beheimatet und gehören bei uns zu den bekanntesten Kübelpflanzen. Der lateinische Name Callistemon bedeutet so viel wie "Schönfaden", und weist auf die vielen langen, meist auffallend leuchtend roten Staubfäden hin. Diese bedingen die Schauwirkung, der einzelnen Blüten, die in dichten Ähren stehen und dadurch einer Flaschenbürste oder einem Zylinderputzer ähneln. Sie werden von Vögeln besucht, die den reichlich gebildeten Nektar trinken und dabei die Blüten bestäuben. An der Spitze eines jeden Blütenstandes steht eine vegetative Knospe, die nach der Blüte auswächst. So finden sich an den Zweigen abwechselnd blühende bzw. fruchtende und beblätterte Abschnitte.

Feuerpflanzen mögen's heiß!
Auffallend beim Zylinderputzer ist, dass die Früchte über viele Jahre geschlossen am Zweig bleiben. In der Natur sind es häufig erst Buschbrände, die dazu führen, dass die holzigen Kapseln sich öffnen und die Samen entlassen. Eine kurzzeitige Erhitzung bewirkt dabei eine höhere Keimfähigkeit der Samen, die dann auf Brandflächen genug Licht und Nährstoffe für eine erflolgreiche Keimung vorfinden. Pflanzen, die wie der Zylinderputzer durch Feuer begünstigt werden, nennt man Pyrophyten (=Feuerpflanzen).
Der Zylinderputzer ist ein eigenartiger, immergrüner Strauch mit Blütenähren bis zu 10 cm, deren dunkelrote, 2,5 cm lange Staubfäden wie Borsten einer Flaschenbürste wirken. Seine Blätter sind auffallend steif, ledrig, ja sogar stechend. Der Zylinderputzer ist ein Myrthengewächs (ähnlich wie die Brautmyrthe) und liebt sauren Boden, Regenwasser und nicht zu warme Zimmer.
Sehr kühl und hell übwerwintern, dabei sehr wenig gießen; der Wurzelballen darf aber nicht austrocknen.

Bilder:

Zylinderputzer Zylinderputzer Blüte

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Aktualisiert (Montag, den 25. Mai 2009 um 10:41 Uhr)